Flex-Creep-Fatigue

Flexibilisierung kritischer Kraftwerksbauteile – Charakterisierung der Einsatzgrenzen mit langzeitigen, betriebsrelevanten Ermüdungs- und Kriech-Ermüdungs-Versuchen

RoSimEx IN 617

Zur Realisierung höherer Wirkungsgrade sind höhere Dampfparameter (Druck, Temperatur) notwendig. Als Werkstoff für die Frischdampf- (FD) und Heiße Zwischenüberhitzerleitung (HZÜ) wird in den modernen Kraftwerken der martensitische warmfeste Stahl P92 eingesetzt. Höhere Dampftemperaturen als 625°C wären mit diesen Werkstoffen aufgrund der naturgemäß sinkenden Zeitstandfestigkeit und insbesondere aufgrund der geringen Oxidationsbeständigkeit dieser Werkstoffe nicht mehr zu realisieren.

Ermittlung des Schädigungs- und Versagensverhaltens eines längsnahtgeschweißten Prüfkörpers aus dem Werkstoff P91

Der Einsatz von längsnahtgeschweißten Rohrleitungsbauteilen im Kraftwerk bietet im Vergleich zu den üblicherweise eingesetzten nahtlosen Rohren erhebliche Vorteile bei der Materialbeschaffung und den entstehenden Kosten.  Jedoch liegen nur wenige Betriebserfahrungen mit längsnahtgeschweißten und im Zeitstandbereich betriebenen Dampfleitungen vor. 

Ermittlung des Schädigungsverhaltens eines Abzweigs (T-Stück) aus einer Sammelschiene

Im Rahmen der wiederkehrenden Prüfung gemäß TRD 508 bzw. VGB R 509 L wurden an mehreren Abzweigen einer FD-Sammelschiene mit Hilfe der ambulanten Gefügeuntersuchung in der Wärmeeinflusszone (WEZ) der Stutzenschweißnähte Mikroporen, Mikroporenketten und Mikrorisse festgestellt und als Relaxationsporen bzw. –risse identifiziert, die im Rahmen der Herstellung oder in den ersten Betriebsstunden entstanden sind.